Wer sich einen kleinen, weißen Begleithund wünscht, denkt schnell an den Malteser. Die Rasse gilt als elegant, freundlich und angeblich pflegeleicht – doch der Alltag mit einem Malteser sieht oft anders aus als das Werbefoto.

Ursprung: Mittelmeerraum (Malta/Italien) ·
Gewicht: 3–4 kg ·
Widerristhöhe: 20–25 cm ·
Lebenserwartung: 12–15 Jahre ·
Fell: lang, seidig, reinweiß ·
FCI-Gruppe: 9 (Gesellschafts- und Begleithunde)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Sechs zentrale Fakten auf einen Blick – die wichtigsten Eckdaten für Ihre Entscheidung.

Merkmal Wert
Höhe 20–25 cm
Gewicht 3–4 kg
Lebenserwartung 12–15 Jahre
Fellfarbe Reinweiß
FCI-Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde)
Ursprung Mittelmeerraum (Malta/Italien)

Wie sehen Malteser Hunde aus?

Der Malteser ist ein kleiner, niederläufiger Hund mit langem, seidigem, reinweißem Fell. Die Widerristhöhe beträgt 20–25 cm, das Gewicht 3–4 kg (Martin Rütter (Hundetrainer)). Die Rasse hat schwarze Knopfaugen und eine schwarze Nasenkappe – ein markanter Kontrast zum weißen Fell.

Wie groß wird ein Malteser?

  • Widerristhöhe: 20–25 cm (Martin Rütter (Hundetrainer))
  • Gewicht: 3–4 kg (Martin Rütter (Hundetrainer))
  • Körperbau: kompakt, niederläufig, harmonisch proportionierter Rumpf

Welche Fellfarben sind typisch?

Der Rassestandard schreibt reinweißes Fell vor – Abweichungen wie elfenbeinfarbene oder cremefarbene Töne gelten als Fehler (Martin Rütter (Hundetrainer)). Das Fell ist lang, seidig und fällt glatt herab. Es hat keine Unterwolle, weshalb der Malteser kaum haart.

Der optische Eindruck

Das reinweiße Fell ist das Markenzeichen der Rasse – aber auch ihr größter Pflegeaufwand. Jeder Spaziergang im Herbst oder auf nassen Wegen wird zur Herausforderung für die weiße Pracht.

Das bedeutet: Wer einen Malteser möchte, muss sich auf tägliche Fellpflege einstellen – das ist kein optionaler Luxus, sondern Grundvoraussetzung für die Haltung.

Für wen ist ein Malteser geeignet?

Der Malteser ist ein freundlicher, lebhafter und intelligenter Begleithund, der sich für Familien, Senioren und Wohnungshaltung eignet (Tierchenwelt (Rasseportal)). Er bellt überdurchschnittlich häufig, wenn er nicht erzogen wird – der Kläffer-Ruf ist nicht unbegründet.

Ist der Malteser ein Kläffer?

  • Bellfreudigkeit: überdurchschnittlich, wenn nicht konsequent erzogen (Martin Rütter (Hundetrainer))
  • Ursache: hohes Mitteilungsbedürfnis und Wachsamkeit
  • Lösung: frühe Sozialisation und klare Grenzen

Kann man Malteser alleine lassen?

Malteser können bei guter Gewöhnung einige Stunden alleine bleiben, aber nicht über längere Zeiträume (Tierchenwelt (Rasseportal)). Die Rasse ist extrem menschenbezogen und leidet unter längerer Trennung.

Was sagt Martin Rütter über Malteser?

Martin Rütter beschreibt den Malteser als selbstbewusst, aber auch als typischen „Schosshund“ mit starkem Bezug zum Menschen (Martin Rütter (Hundetrainer)). Er betont, dass die Rasse trotz ihrer Größe eine klare Führung braucht – sonst übernimmt der kleine Hund das Ruder.

Der Charakter-Check

Der Malteser ist kein Hund für Menschen, die viel außer Haus sind. Seine Anhänglichkeit ist für viele Besitzer ein Segen – für andere wird sie zur Belastung, wenn der Hund Trennungsangst entwickelt.

Die Konsequenz: Der Malteser eignet sich hervorragend für Menschen, die viel zu Hause sind und ihm die nötige Aufmerksamkeit schenken können. Für Berufstätige mit langen Abwesenheiten ist er weniger geeignet.

Wie viel kostet ein Malteser Hund?

Ein Malteser Welpe von einem seriösen Züchter kostet zwischen 1.500 und 2.500 Euro (Pets Deli (Tierfutter-Marke)). Die monatlichen Kosten für Futter, Pflege, Tierarzt und Versicherung liegen bei etwa 80–150 Euro. Hunde aus dem Tierschutz oder Mischlinge sind günstiger, oft unter 500 Euro.

Wie viel kostet ein Malteser Welpe?

Welche laufenden Kosten fallen an?

Die monatlichen Gesamtkosten für einen kleinen Hund wie den Malteser werden auf etwa 100 bis 250 Euro geschätzt (gutefrage (Ratgeber-Plattform)). Darin enthalten sind:

Die Kostenfalle

Die Tierarztkosten in Deutschland sind 2025 spürbar gestiegen (SWR Aktuell (öffentlich-rechtlicher Sender)). Eine OP wegen Patellaluxation kann schnell 2.000–4.000 Euro kosten – ohne Versicherung ein finanzielles Risiko.

Der Trade-off: Wer einen Malteser kauft, sollte die laufenden Kosten nicht unterschätzen. Die Anschaffung ist nur der Anfang – die Pflege und Tierarztbesuche summieren sich über die 12–15 Jahre Lebenserwartung auf mehrere tausend Euro.

Wie stark haart ein Malteser?

Der Malteser haart kaum, da er kein Unterfell hat – das Fell fällt ähnlich wie menschliches Haar aus (Tierchenwelt (Rasseportal)). Tägliches Bürsten ist notwendig, um Verfilzungen zu vermeiden. Aufgrund der geringen Haarung wird der Malteser oft als allergikerfreundlich bezeichnet, aber kein Hund ist völlig hypoallergen.

Wie oft muss man einen Malteser bürsten?

  • Täglich: gründliches Bürsten des gesamten Fells (Tierchenwelt (Rasseportal))
  • Wöchentlich: Kontrolle auf Verfilzungen, besonders hinter den Ohren und an den Beinen
  • Monatlich: Baden mit speziellem Hundeshampoo
  • Alle 4–6 Wochen: professionelles Trimmen oder Scheren (Calingo (Haustier-Ratgeber))

Ist der Malteser für Allergiker geeignet?

Der Malteser wird aufgrund der geringen Haarung oft als allergikerfreundlich bezeichnet, aber kein Hund ist völlig hypoallergen (Tierchenwelt (Rasseportal)). Allergene finden sich nicht nur im Fell, sondern auch in Hautschuppen und Speichel. Die tatsächliche Verträglichkeit variiert individuell.

Der Pflegeaufwand

Die tägliche Bürstzeit von 10–15 Minuten ist für viele Besitzer der größte Überraschungsmoment. Wer sich das nicht zutraut, sollte besser zu einer pflegeleichteren Rasse greifen.

Was das bedeutet: Der Malteser ist pflegeintensiver als viele andere kleine Rassen. Das seidige Fell verfilzt schnell, wenn man es vernachlässigt – und das Entwirren ist für den Hund schmerzhaft.

Was sind die Nachteile der Malteser?

Häufige Todesursachen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Altersschwäche. Typische Erkrankungen: Patellaluxation, Zahnprobleme, tränende Augen, Hautallergien. Der Malteser benötigt regelmäßige Zahnpflege und tierärztliche Kontrollen.

Was ist die häufigste Todesursache bei Malteserhunden?

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (häufigste Ursache)
  • Krebs (zweithäufigste Ursache)
  • Altersschwäche (bei sehr alten Tieren)

Welche gesundheitlichen Probleme treten auf?

Der Malteser ist anfällig für mehrere typische Erkrankungen kleiner Rassen:

  • Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung) – tritt bei vielen kleinen Rassen auf
  • Zahnprobleme: Zahnstein, Zahnverlust – erfordert regelmäßige Zahnpflege
  • Tränende Augen (Epiphora) – braucht tägliche Reinigung
  • Hautallergien – können zu Juckreiz und Fellverlust führen
Die Gesundheits-Risiken

Die Patellaluxation ist der häufigste Grund für orthopädische OPs beim Malteser. Eine frühzeitige Diagnose und Gewichtskontrolle können das Risiko senken – aber nicht ausschließen.

Der Haken: Viele dieser Erkrankungen sind erblich bedingt. Ein seriöser Züchter testet seine Zuchttiere auf Patellaluxation und andere Erbkrankheiten – das sollte man vor dem Kauf unbedingt prüfen.

Stimmen von Experten

„Der Malteser ist ein selbstbewusster kleiner Hund, der genau weiß, was er will. Er ist kein Schosshund im Sinne von ‚macht alles mit‘ – er hat einen eigenen Kopf und braucht eine klare Führung.“

– Martin Rütter, Hundetrainer und Autor (Martin Rütter (Hundetrainer))

„Die Pflege des Fells ist der zentrale Aufwandstreiber bei der Haltung eines Maltesers. Ohne tägliches Bürsten verfilzt das Fell innerhalb weniger Tage – und das Entwirren ist für den Hund äußerst schmerzhaft.“

– Tierklinik Winter Park, veterinärmedizinische Quelle (Calingo (Haustier-Ratgeber))

Fazit

Der Malteser ist ein charmanter, intelligenter Begleithund mit hohem Pflegeaufwand und gesundheitlichen Risiken, die man nicht unterschätzen sollte. Für Menschen, die viel zu Hause sind und täglich Zeit für Fellpflege und Beschäftigung haben, kann er ein wunderbarer Partner sein. Für Berufstätige mit langen Abwesenheiten oder Allergiker ohne vorherigen Test ist die Rasse weniger geeignet. Wer sich für einen Malteser entscheidet, muss bereit sein, täglich 15 Minuten Bürsten, regelmäßige Tierarztbesuche und monatliche Kosten von 100–250 Euro einzuplanen – oder besser zu einer pflegeleichteren Rasse greifen.

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Häufig gestellte Fragen

Ist der Malteser für Allergiker geeignet?

Der Malteser haart kaum, aber kein Hund ist völlig hypoallergen. Allergene finden sich auch in Hautschuppen und Speichel. Ein Probetag mit einem erwachsenen Malteser ist vor der Anschaffung empfehlenswert.

Wie oft muss ein Malteser gebürstet werden?

Täglich – das seidige Fell ohne Unterwolle verfilzt schnell. Ohne tägliches Bürsten entstehen schmerzhafte Verfilzungen, die nur durch Scheren gelöst werden können.

Ist der Malteser ein guter Familienhund?

Ja, wenn die Familie Zeit für ihn hat. Er ist freundlich und verspielt, aber nicht für Kleinkinder geeignet, die ihn versehentlich verletzen könnten. Ältere Kinder kommen besser mit ihm zurecht.

Wie teuer ist ein Malteser im Unterhalt?

Monatlich etwa 100–250 Euro für Futter, Pflege, Tierarzt und Versicherung. Hinzu kommen jährliche Kosten für Impfungen und Wurmkuren von etwa 100 Euro.

Kann ein Malteser mit Katzen zusammenleben?

Ja, bei guter Sozialisation. Der Malteser ist kein Jagdhund und kommt in der Regel gut mit Katzen aus, wenn er früh an sie gewöhnt wird.

Wie lange kann man einen Malteser alleine lassen?

Maximal 3–4 Stunden, und das nur nach sorgfältiger Gewöhnung. Längere Abwesenheiten führen zu Trennungsangst und Verhaltensproblemen.

Welche Impfungen sind für Malteser empfohlen?

Die Standardimpfungen für Hunde: Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Leptospirose und Tollwut. Der Tierarzt erstellt einen individuellen Impfplan.

Fazit: Der Malteser ist ein pflegeintensiver, aber liebenswerter Begleithund. Für Menschen mit viel Zeit und Geduld: eine gute Wahl. Für Berufstätige oder Pflegefaule: besser eine andere Rasse wählen.